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Nach zwanzig Jahren im Koma erwacht Daniel und will zurück nach Hause. Für ihn scheint seit dem Unfall kaum Zeit vergangen zu sein. Doch während sein Leben stillstand, mussten seine Familie und sein Umfeld weiterleben, Entscheidungen treffen und sich neu einrichten. In der ehemals gemeinsamen Wohnung leben inzwischen seine frühere Frau Mirjam und ausgerechnet Stefan, Daniels bester Freund, der heute ihr Ehemann ist. Auch die beiden inzwischen erwachsenen Kinder verbindet kaum gelebte Erinnerung mit ihrem leiblichen Vater. Alle prägenden Momente ihres Lebens haben sie mit Stefan erlebt, der für sie längst zur eigentlichen Vaterfigur geworden ist. Daniel versucht zunächst, an sein früheres Leben anzuknüpfen und seinen Platz in der Familie zurückzufordern. Doch je mehr er um Nähe, Anerkennung und Zugehörigkeit kämpft, desto deutlicher wird, dass es für ihn keinen freien Platz mehr gibt. Zugleich kehren bruchstückhaft Erinnerungen an den Tag des Unfalls zurück. Was damals geschah, erscheint in neuem Licht. War es wirklich ein Unglück? Oder war der Absturz das Ergebnis von Eifersucht, Verrat und verdrängter Schuld? Die Geschichte entwickelt sich als bittere Komödie in zwei Akten, über Heimkehr, verlorene Zeit und die Unmöglichkeit, ein vergangenes Leben einfach wieder in Besitz zu nehmen. Unter der Oberfläche von Höflichkeit, Vernunft und Rücksicht brechen alte Verletzungen, ungeklärte Loyalitäten und lang verdrängte Wahrheiten auf.
In einer riesigen, sündhaft teuren Altbauwohnung prallen sechs Frauen aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: eine elegante Society-Lady, eine scharfzüngige Juristin, eine spirituelle Aura-Coachin, eine rebellische Aktivistin, eine warmherzige Vertraute und eine unberechenbare ältere Frau, deren Krankheit alles durcheinanderbringt. Keine von ihnen kann sich diese Wohnung allein leisten. Also entsteht aus purer Not eine kühne Idee: Wenn schon keine perfekte Mieterschaft existiert, dann erfindet man sie eben. Aus sechs Fremden wird kurzerhand eine Familie. Zumindest auf dem Papier. Was als Notlösung beginnt, entwickelt sich zu einem rasanten Verwirrspiel voller wahnwitziger Ausreden, explosiver Zusammenstösse, absurder Hausregeln und herrlich schräger Alltagskatastrophen. Doch hinter jeder Pointe lauert auch eine wunde Stelle: enttäuschte Liebe, Einsamkeit, Geldnot, Verlust, die Angst vor dem Vergessen und die Sehnsucht, irgendwo wirklich dazuzugehören. Je länger die sechs Frauen gezwungen sind, Familie zu spielen, desto gefährlicher wird die Lüge – und desto echter wird das, was zwischen ihnen entsteht. „Sixpack“ ist eine turbulente, hochkomische und zugleich berührende Komödie über sechs Frauen, die sich anfangs kaum ertragen und am Ende genau das finden, wonach sie nie zu fragen wagten: ein Zuhause.